Deutsche Meisterschaft Mitteldistanz

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Die Deutsche Meisterschaft 2016 auf der Mitteldistanz fand dieses Jahr im Rahmen der Challenge Heilbronn statt. Wegen der schlechten Wasserqualität des Neckars aufgrund der vielen Unwetter im Vorfeld wurde aus dem Triathlon ein Duathlon. Anstatt 1,9km Schwimmen durften wir 5km laufen. Für mich als guten Läufer sollte das erstmal nicht von Nachteil sein, wenngleich ich auch lieber die Challenge als Triathlon bestritten hätte, vor allem da ich im Winter echt viel in die längeren Schwimmeinheiten investiert hatte und wissen wollte, ob sich das auf der „langen“ Schwimmdistanz auszahlt. Etwas bedenken hatte ich davor welche Auswirkungen die ersten 5km auf den abschließenden Halbmarathon haben werden. Die gesamt 26 Laufkilometer sind ja schon fast meine halben Wochen-Laufumfänge.

Wie üblich bei großen Wettkämpfen reiste ich bereits einen Tag vorher an. Auf dem Plan standen nochmal 20-30 Minuten auf dem Rad auflockern. Glücklicherweise fand ich auf Anhieb eine schöne Strecke und bekam gleich einen guten Vorgeschmack auf das, was mich radtechnisch am nächsten Tag erwarten sollte! Das musste natürlich erstmal fotografisch festgehalten werden – hallo Instagram! 😉

Dumm nur, wenn sich der perfekte Ort fürs Foto direkt an einer Steigung befindet… Hier anzuhalten, war keine gute Idee! Meine Kraft reichte wohl nicht für eine halbe Pedalumdrehung, so dass ich mir einmal schön mit der Kurbel ein Wadeltattoo stach. Aber zumindest das Foto ist gut geworden 😛

Am Abend traf ich meinen Kumpel Tim, mit dem ich auch im Traingslager unterwegs war und lernte noch ein paar nette und Jungs und Mädels vom KSV Baunatal kennen, die am nächsten Tag auch super Stimmung am Wettkampfrand machten.

Zum Frühstück gabs Toast mit Nutella und dann hieß es noch, die Verpflegung für den Wettkampf bereit machen. Auf den Mitteldistanzen hat es sich bisher für mich bewährt, eine Flasche mit etwas Iso und eine Gelflasche mitzunehmen.

Also schön 8 High5 Energygels in die Flasche und mit Wasser aufgefüllt, diesmal Orangengeschmack. Das schmeckt sogar ganz gut. Obwohl man davon ja während des Wettkampfs nichts mitkriegt. In mein Fahrradbeautycase auf dem Oberrohr legte ich noch zusätzlich zwei High Isogels mit extra Koffein – das knallt 😉 Vor dem Start noch eine halbe Stunde Einlaufen und dann ging es auch schon los.

Aufgrund der Aufsplittung der ersten Startwelle befand ich mich nun in der zweiten Gruppe. Schade, ich hatte mich schon darauf gefreut mit den Profis loszulaufen. Wenigstens war dann das Gedränge am Start nicht so groß. Gleich zu Beginn fand ich mich in einer guten Laufgruppe wieder, die ein für mich gutes Tempo liefen – ich wollte nicht gleich zu Beginn überziehen. Anhand der schnellen Zeit konnten das aber wohl keine 5 Kilometer gewesen sein. Auf dem Rad wollte ich dann gleich zu Beginn die Lücke nach vorne schließen (zumindestens aus meiner Startwelle 😉 ).

Ich hatte gute Beine, so konnte ich echt gut drücken. Leider tat das ewige Rauf und Runter meinem unteren Rücken nicht besonders gut, so dass ich etwas Tempo rausnehmen musste. An der Rumpf und Rückenkraft muss ich definitiv die nächsten Wochen noch arbeiten. Trotzdem sammelte ich nach und nach die Leute aus der ersten Welle ein. Das motiviert.

Ich erreichte als Erster der zweiten Startwelle T2, hatte aber keine Ahnung, wo ich im Rennen stand. Vor mir keiner zu sehen, und hinter mir auch nicht. Jetzt hieß es drei Runden á 7 Kilometer zu laufen. Die Beine waren leider nicht mehr so frisch wie erhofft, trotzdem konnte ich noch ein hohes Tempo anschlagen. Bei Kilometer 18 war dann Schluss mit lustig. Da war er nun, der Mann mit dem Hammer. Hilft nix, Zähne zusammen beißen und weiter. Ich war an diesem Punkt wirklich froh, nur noch wenige Kilometer vor mir zu haben: Die Beine sagen stehen bleiben, alles tut weh, aber der Kopf sagt weiter, weiter, weiter…

Kilometer 20,1: Dort stand die nette Dame mit ihrem Red Bull. Okay, doch stehen bleiben, den Becher Red Bull trinken und wieder Fahrt aufnehmen. Ich sags euch, ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie lang so ein letzter Kilometer sich ziehen kann 😉 Und da war er dann endlich, der rote Teppich! Mit einer Gesamtzeit von 4:09:32 Stunden lief ich als Gesamt 16. über die Ziellinie.

Photo: © Marcel Hilger

Das bedeutete den Gesamt 15. Platz auf der deutschen Meisterschaft und den 8. Platz in der AK 25-29. Das es nicht für weiter nach vorne gelangt hat, ist schon etwas deprimierend, da sieht man mal wieder, wie stark diese AK besetzt ist. Da hilft nur eines: schneller werden 🙂 Dennoch bin ich mit meiner Leistung zufrieden, denke dass ich mit Frank Lauxtermanns Training auf einem sehr guten Weg bin, habe aber noch bis zu meinem Saisonhöhepunkt Ironman 70.3 Wiesbaden einige Hausaufgaben zu erledigen. Jetzt heißt es erstmal regenerieren und der nächste Stop ist dann der Karlsfelder Triathlon. Ich hoffe doch, einige von euch da zu treffen! 🙂

 

Zeiten:
Ergebnis

 

Ergebnisse:
Gesamt
Altersklassen und Deutsche Meisterschaft

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