Triathlon in Waging am See

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Lange hatte ich ihn herbeigesehnt. Mein Saisonauftakt im Triathlon – dieses Jahr in Waging am See. Ich war richtig gespannt, wollte wissen wie die vielen Trainingseinheiten über den Winter angeschlagen haben. Dass die Laufform passt wusste ich – das konnte ich bereits bei der Bayerischen Cross und beim Ingolstädter Halbmarathon unter Beweis stellen. Nun wollte ich wissen was beim Schwimmen und Radln geht.

Dieses Wochenende war es so weit: Liga-Wettkampf mit Wertung zum Bayerischen Meister in Waging am See. Das bedeutet Sprintwettkampf mit 750m Schwimmen, 20km Rad und 5km Lauf! Mit meinen Teamkollegen war ich schon am Vortag zum Wettkampfort gereist um die Strecke unter die Lupe zu nehmen. Einige kannten ihn zwar schon, trotzdem brennt er auch beim Auflockern wie Hölle – der gefürchtete Waginger „Krautenberg“!

Wir hatten die Möglichkeit bei einem Teamkollegen, der in der Nähe eine Wohnung hat, zu übernachten. Das war super, denn nach dem lockeren Lauf freuten wir uns schon auf die Nudeln und die 1,5 kg Eis!!

Doch vorher hatte ich das Glück meine Muskeln von meinem Haus-und-Hof Physio Dirk behandeln lassen zu dürfen. Jetzt konnte ja nichts mehr schief gehen!

Seit diesem Jahr habe ich auch noch die Rolle des Mannschaftskapitäns der Bayern-Liga Mannschaft meines Heimvereins SC Prinz Eugen München übernommen. Das bedeutete für mich, dass ich am Wettkampftag bereits um 06:30 Uhr bei der Besprechung der Mannschaftskapitäne anwesend sein musste. Folglich war bereits um 05:00 Uhr aufstehen angesagt – das ist ja fast Ironmanfeeling. Ab 07:30 Uhr konnten wir endlich unsere Räder einchecken. Der erste Triathlon in der Saison ist immer etwas besonderes. Wie war das gleich nochmal?! Was brauche ich alles in der Wechselzone? Das Rad war sicher verstaut, die Schuhe und der Helm bereitgelegt. Nur noch den Laufweg genau einprägen. Check.

Jetzt hieß es schnell zum Einschwimmen, denn viel Zeit blieb nicht mehr. Etwas Bammel hatte ich vor dem Schwimmstart. Es starteten nämlich die Regional-, Bayern- und Landesliga gemeinsam. Also knapp 200 Sportverrückte die nur ein Ziel hatten – möglichst schnell zur ersten Boje. Das konnte ja ein Geprügel werden. Ich versuchte mich möglist außen zu positionieren, um den vielen Beinen, Fäusten und Ellenbogen aus dem Weg zu gehen. Die Idee hatten wohl mehrere…

Beim Herauslaufen aus der Wechselzone rief mir Fabian zu, dass kurz vor mir die dritte Radgruppe sei. Nun hieß es in die Pedale treten und mit knapp 50 Sachen, Puls von 185 bpm hinterher. Die Mühe hat sich gelohnt, ich konnte noch an die Gruppe ranfahren. Das war wichtig! Im Belgischen Kreisel hieß es nun die vor uns fahrenden Gruppen aufzuholen. Jedoch konnten wir auf die erste Radgruppe nicht mehr auffahren. Schlussendlich hatte ich die zweitbeste Radzeit der Bayernliga über die 20 km mit einem Schnitt von 43,8 km/h!

Jetzt war ein schneller Wechsel in T2 angesagt. Doch wo musste mein Rad hin? Erstmal am Stellplatz vorbeigelaufen. Na toll! Nun aber wieder ran die die Gruppe. Die Beine hatten sich echt noch gut angefühlt und ich versuchte hart anzulaufen um die ersten Läufer noch einzuholen. Mit einem 3:20 Pace ging es los, immer im Hinterkopf den Krautenberg. Nach und nach konnte ich mich im Feld vorarbeiten. Am Schluss bedeutete dies die zweitbeste Laufzeit in Bayernliga mit einem Durchschnittspace von 3:30!

Für die Bayernliga bedeutete dies den 2. Platz. Bei der Wertung zur Bayerischen Meisterschaft wurde ich Gesamt 10! Damit bin ich sehr zufrieden und kann behaupten der Saisoneinstieg ist gut geglückt. Mit dem Bayernliga-Team haben wir den 5. Platz erreicht. Als Neulinge in dieser Liga kann sich das auf jeden Fall sehen lassen!

 

Ergebnisse:

  • Bayern-Liga: Link
  • Bayern-Liga Teamwertung: Link
  • Wertung zur Bayerischen Meisterschaft: Link

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